Wander-Akademie

Die Wander-Akademie 2022

Ein neues Jahr beginnt und somit auch eine neue Amtszeit für Werkstatt-Räte.

Die Wander-Akademie bietet daher für 2022 eine Fortbildung für Werkstatt-Räte an:
Nach-Zügler*innen willkommen!

Die Wander-Akademie 2022 ist bereits online gestartet.
Im Juni kann das 2. Modul endlich wieder in Präsenz stattfinden!
Da es auch noch einige wenige freie Plätze gibt, können Werkstatt-Räte und Vertrauens-Personen hier noch einsteigen.
Mehr Informationen bekommen Sie von Sandra Bösebeck unter: sandra.boesebeck@anthropoi.de  sowie im Flyer.

Hier geht es zu den Terminen und zur Anmeldung für die Werkstatt-Räte.

Zeichnung: Ingeborg Woitsch

Werkstatt-Rat! Ein wichtiges Amt.

Von Sandra Bösebeck | Dieser Text ist in Einfacher Sprache. Er ist aus: PUNKT UND KREIS Ostern 2022

Jede Werkstatt wählt alle 4 Jahre den Werkstatt-Rat.
Doch was ist ein Werkstatt-Rat eigentlich?

Welche Aufgaben hat der Werkstatt-Rat?
Bei welchen Themen hilft der Werkstatt-Rat den Werkstatt-Beschäftigten?
Und wer hilft eigentlich dem Werkstatt-Rat bei seiner Arbeit?

Eine Werkstatt-Rätin berichtet: «Ich bin Werkstatt-Rätin, weil ich für meine Kolleg*innen in der Werkstatt da sein möchte», sagt Vanessa Timmer. Vanessa Timmer war von 2017 bis 2021 Werkstatt-Rätin der Werkstätten Gottessegen in Dortmund.

Alle 4 Jahre werden die Werkstatt-Räte neu gewählt. Ende 2021 war es wieder so weit.
Die Neu-Wahlen der Werkstatt-Räte fanden im September 2021 statt.
Vanessa Timmer hatte sich wieder als Kandidatin aufstellen lassen. Und sie wurde wiedergewählt.
Vanessa Timmer ist nun für 4 weitere Jahre Werkstatt-Rätin.

Als Werkstatt-Rätin möchte Vanessa Timmer die Interessen ihrer Kolleg*innen vertreten. Vanessa möchte helfen. Doch was genau heißt das für Werkstatt-Räte?

Die Aufgaben des Werkstatt-Rates:
Der Werkstatt-Rat ist vor allem für die Beschäftigten der Werkstatt da. Er kümmert sich, dass die Interessen der Werkstatt-Beschäftigten gut vertreten werden. Der Werkstatt-Rat passt auf, dass die Gesetze und Regeln eingehalten werden. Die Einhaltung von Gesetzen und Regeln zu Themen wie zum Beispiel:

  • Arbeits-Zeiten
  • Pausen-Zeiten
  • Weiter-Bildungen für die Arbeit
  • Weiter-Bildungen für die persönliche Entwicklung
  • Urlaub
  • Entgelt
  • Mutter-Schutz (wenn Beschäftigte schwanger sind)
  • Eltern-Zeit (wenn Beschäftigte Eltern werden)
  • Guter Umgang mit persönlichen Daten von Beschäftigten

Bei all diesen Themen soll der Werkstatt-Rat seine Kolleg*innen unterstützen. Das sind viele Themen. Und diese Themen sind oft schwer zu verstehen.

Die Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung, kurz WMVO.
Alle Gesetze und Regeln, auf die der Werkstatt-Rat aufpassen muss, stehen in der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung, kurz: WMVO.
Die WMVO gilt für alle Werkstätten. Sie regelt, wo die Werkstatt-Räte mitwirken und mitbestimmen. Sie gilt für Werkstatt-Beschäftigte. Also für alle Männer und Frauen mit Assistenzbedarf, die in einer Werkstatt arbeiten.

Unterstützung für den Werkstatt-Rat?
Die Werkstatt muss dem Werkstatt-Rat eine Vertrauens-Person zur Seite stellen. Die Vertrauens-Person unterstützt den Werkstatt-Rat. Die Vertrauens-Person kann jemand aus der Werkstatt sein. Oder jemand von außerhalb der Werkstatt. Der Werkstatt-Rat entscheidet, wer die Vertrauens-Person ist.

Weiterbildung für den Werkstatt-Rat
Werkstatt-Räte brauchen auch Fähigkeiten und Fertigkeiten, um ihr Amt als Werkstatt-Rat gut ausüben zu können. Deshalb haben Werkstatt-Räte einen Anspruch auf Weiter-Bildung. Mit einer guten Ausbildung können Werkstatt-Räte gut für ihre Kolleg*innen da sein. Sie können dann die Meinung und Interessen ihrer Kolleg*innen bei der Werkstatt-Leitung besser vertreten.

Folgende Tage auf Weiter-Bildung stehen Werkstatt-Räten laut WMVO zu:

  • Ist ein Werkstatt-Rat Mitglied das erste Mal gewählt worden: 20 Tage für Weiter-Bildung in 4 Jahren Amts-Zeit.
  • Ist ein Werkstatt-Rat Mitglied wiedergewählt worden: 15 Tage Weiter-Bildung in 4 Jahren Amts-Zeit.

Die Kosten für die Weiter-Bildungen bezahlt die Werkstatt.
Jede Werkstatt bekommt dafür vom Kosten-Träger ein Budget, also einen bestimmten Geld-Betrag. Dieser Geld-Betrag ist abhängig von der Größe der Werkstatt. Je mehr Beschäftigte in der Werkstatt arbeiten, desto mehr Mitglieder hat der Werkstatt-Rat. So wird die Arbeit auf viele Schultern verteilt.

Vernetzung stärkt und fördert das Gemeinschafts-Gefühl.
Eine Weiter-Bildung ist eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Werkstatt-Räten aus anderen Werkstätten auszutauschen. Man kann voneinander lernen. Man kann Erfahrungen austauschen. Und sich gegenseitig Tipps für die Werkstatt-Rat-Arbeit geben. Man kann sich also ein Netz-Werk aufbauen. Man kann sich vernetzen. Gemeinsam ist man stärker.

Schlusswort einer Werkstatt-Rätin:
Vanessa Timmer ist gerne Werkstatt-Rätin. Auch wenn die Arbeit mal anstrengend ist, sie nimmt ihr Amt sehr ernst. Denn Vanessa Timmer weiß, wie wichtig dieses Amt ist und freut sich auf die kommenden 4 Jahre.

 

Werkstatt-Räte haben nach der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung (WMVO) den Anspruch auf eine Weiter-Bildung. Sie brauchen Fähigkeiten und Fertigkeiten, um ihr Amt als Werkstatt-Rat auszuüben. Ein solches Angebot bietet seit 2002 die Wander-Akademie.

Das besondere an der Wander-Akademie ist, dass sie für ihre Tagungen keinen festen Ort hat. In jedem Jahr geht der Ausbildungs-Kurs auf Reisen. Der Kurs trifft sich dann an drei verschiedenen Orten, um einige Tage gemeinsam zu lernen und Neues auszuprobieren. Hier werden Werkstatt-Räte, Frauen-Beauftragte und Vertrauens-Personen gemeinsam fortgebildet. Die Idee der Wander-Akademie geht zurück auf die erste Akademie des griechischen Denkers Platon. Er lebte 400 Jahre vor Christus in Athen. In Platons Akademie konnte man für eine bestimmte Zeit miteinander Leben und Lernen.

Die inhaltliche Leitung der Wander-Akademie liegt bei Sandra Boesebeck (Werkstätten Gottessegen). Sie wird durch das inklusive Team des Vorbereitungs-Kreises Arbeitsleben unterstützt.


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