Arbeitsleben

Inklusiver Fachtag zur Sozialen Landwirtschaft auf dem Bauckhof Stütensen, Rosche

Obwohl die Landwirtschaft in vielen LebensOrten und für viele Arbeitsgemeinschaften nicht selten das Ursprungszentrum, um nicht zu sagen, das Herz, ihrer Gründung war, stehen Landwirtschaft und Garten heute immer stärker unter Druck.

Dies hat vielfältige Gründe: Wirtschaftlich scheint es immer schwieriger zu werden, Landwirtschaft im Rahmen einer Werkstatt für behinderte Menschen zu betreiben. In vielen Werkstätten wird deshalb zurzeit überlegt, den Grünen Bereich zu schließen oder zu verkleinern. Auch Personal- und Fachkräftemangel führen dazu, dass die landwirtschaftliche Produktion in Lebens- und Arbeitsgemeinschaften des anthroposophischen Sozialwesens eingeschränkt werden muss. Und dann ist da auch die Frage, wie Werkstatt-Beschäftigte in einer modernen Landwirtschaft gut und sinnvoll in die landwirtschaftliche Produktion eingebunden werden können und auch für sich selbst interessante Beschäftigungsfelder finden.

Wie Soziale Landwirtschaft wieder attraktiver werden kann, welche Impulse sie für eine soziale und ökologische Inklusion geben kann und damit auch zur gesellschaftlichen Entwicklung beitragen kann, das möchten wir mit Ihnen gemeinsam auf dieser Tagung erkunden.

Die Tagung ist inklusiv und bietet neben den Vorträgen und einer Besichtigung des Bauckhofes Stütensen vielfältige Foren zum Austausch.

Wann: 13. und 14. Februar 2020 | Wo: Bauckhof Stütensen in Rosche |
Mit: Dr. Manfred Schulze, Dr. Thomas van Elsen, Dr. Ursula Versteegen, Reiner von Kamen und anderen

Alle Informationen zur Tagung inkl. Anmeldung finden Sie in unserem Termin-Kalender.


Gemeinsam arbeiten. Gemeinsam Mensch sein.


Zusammenarbeit

Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben, z.B. Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sind im Fachbereich Arbeitsleben zusammengeschlossen. Zum Fachbereich Arbeitsleben gehört der Anthropoi Werkstatt-Rat als Selbstvertretungs-Gremium für Werkstatt-Räte und Frauen-Beauftragte. Die Interessen und Anliegen von Werkstatt-Beschäftigten werden so in kollegialem Austausch und konstruktiver Zusammenarbeit in die Fachbereichsarbeit eingebunden. Einmal im Jahr findet eine gemeinsame Sitzung der Fachbereichsversammlung mit dem Anthropoi Werkstatt-Rat statt. Dabei hat man sich z.B. über Leichte Sprache und Fragen der Mitwirkung und Zusammenarbeit (2016) sowie die Einrichtung des Amts der Frauen-Beauftragten in den Werkstätten (2017) ausgetauscht. 2018 fand ein inklusiver Work-Shop zum Thema «Burn.out» statt. 2019 standen die Themen berufliche Bildung und internationale Zusammenarbeit im Zentrum der gemeinsamen Arbeitssitzung.

Mit Bildungsangebote MitMenschen und der Wander-Akademie arbeiten zwei Bildungsinitiativen für SelbstvertreterInnen unter dem Dach des Fachbereichs.

Ihre AnsprechpartnerInnen

E-Mail: arbeitsleben@anthropoi.de
Sprecher des Fachbereiches:
Bildungsbeauftragter des Fachbereiches:
Vorbereitungskreis:
Sprecherin Anthropoi Werkstattrat:
Vertreterin von Anthropoi Selbsthilfe:

Workshop: Krise als Chance - Burn long statt Burn out

Einmal im Jahr arbeiten die Fachbereichsversammlung und Anthropoi Werkstatt-Rat gemeinsam an einem Thema. In diesem Jahr fand die gemeinsame Sitzung am 25. und 26. Oktober 2018 in Hohenfried Heimat in Bayerisch Gmain statt. Werkstattleitungen, Werkstatt-Räte und Frauen-Beauftragte haben sich in einem zweitägigen inklusiven Workshop mit dem Thema Burn long statt Burn-out auseinandergesetzt.

Wie kann man mit Krisen umgehen? Wie seine Resilienz stärken? Wie Arbeitsbedingungen so gestalten, dass Krisen wie ein Burn-out nicht entstehen oder mit ihnen gut umgegangen werden kann?

Den Workshop hatte Michael Pfrenger (Karl Schubert Seminar, Wolfschlugen) vorbereitet und durchgeführt.

Acht Fragen für die Praxis
Acht Fragen oder selbstgestellte Aufgaben haben sich aus der Arbeit quasi wie von selbst ergeben. Diese Fragen könnten uns bei der Gestaltung guter, gesundheitsfördernder und inspirierender Arbeitsbedingungen helfen:

  1. Sind meine Arbeitsaufgaben für mich versteh- und handhabbar genug?
  2. Sind meine Arbeitsbedingungen für mich passend genug?
  3. Ist meine Arbeit für mich sinnhaft genug?
  4. Wie gehe ich mit mir selbst um?
  5. Wie gehen wir miteinander um?
  6. Kann ich mich über diese Themen mit meinen KollegInnen und Vorgesetzten genügend austauschen?
  7. Sind meine Arbeitsbedingungen (im Abgleich mit den Anforderungen) genügend für mich anpassbar?
  8. Können wir in unserer Einrichtung Strukturen schaffen, die diese Fragen berücksichtigen/integrieren?

Oder probieren Sie doch einmal die Achtsamkeits-Übung «Ich bin ganz bei mir», die das Trainerinnen-Taam für Frauen-Beauftragte mitgebracht hatte.

Mehr dazu können Sie in diesem Bericht aus PUNKT UND KREIS «Damit Arbeit nicht krank macht» nachlesen.

Workshop-Dokumentation: Krise als Chance - Burn long statt Burn out

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Projekt: Wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit von Angeboten des anthroposophischen Sozialwesens zur Teilhabe am Arbeitsleben – Förderung von wirtschaftlicher Resilienz auf dem Weg in eine Postwachstumsgesellschaft

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